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Aufrufe: 35
Veröffentlicht: 01.12.2012

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Gefaehrte
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Gefaehrte
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Sterne

Wir können die Sterne erobern und wir versuchen immer wieder die Welt aus den Angeln zu heben. Doch das Leben hebt sich selbst aus den Angeln, wir können gar nichts dagegen tun, jeden Tag ist etwas anderes und es geschieht immer mehr.

Wir versuchen große Töne zu spucken, obwohl wir kleine Lichter sind und genau das ist es. Wir sind nicht die Allmacht des Universums! Aber wir nehmen uns Dinge heraus, die man mit Leichtigkeit als eine Art Allmacht darstellen könnte. Wir sind reine Selbstdarsteller auf der Suche nach einem Ziel das nie vorhanden ist. Dabei ist das Selbstdarstellen gar nicht mal so schön...es macht Spaß, sich so darzustellen, wie man gerne sein möchte und es ist ein behebendes Gefühl so zu sein. Man muß eben nur wissen, wie man sich am besten verkauft und dann stürzt man sich ins Getümmel, das sich Leben nennt.

Man benebelt seine Gedanken und ist jemand anderes...ein wahrhaft erhebendes Gefühl, um aus dem Alltagstrott auszutreten und jemand anderes zu sein - egal wer. Es kann passieren das sich Menschen in Monster verwandeln oder in liebesbedürftige Wesen, die man nie mehr von der Hand weisen möchte, aber alle haben eines gemeinsam - tief im inneren denken sie frei und sie denken über bestimmt andere Dinge nach, als daran, wie man am besten mit jemand anderem zusammen lebt. Sie trachten nach dir und spät nachts, wenn du schon lange schläfst, dann saugen sie an deinem Lebenssaft und rauben dir die Kräfte die du brauchst, um den morgigen Tag zu überleben.

Wir könnten die Sterne erobern, wenn wir nur nicht immer so verdammt eingebildet von uns selbst wären und nicht gerade etwas spielen, was wir nicht sind, aber wir trauen uns nicht! Wir sind die Schauspieler in diesem wahrlich drittklassigen Film und manche von uns kommen nicht mal in diese dritte Liga. Sie versuchen aus ihrem Leben einen Film zu machen ohne zu bemerken, das sie die Ideen von anderen zu offensichtlich klauen. Aber irgendwie kommen sie auch durch - weil sie die Hilfe aus der ersten Liga erhalten. Das ist kein gerechtes Leben - aber was ist schon gerecht? Das Leben? Die Liebe? Du? Ich?

Keiner von uns ist gerecht, und wenn wir es wären, so müßten wir uns selbst rächen und uns vor Gericht stellen, aber wer geht schon gerne selbst mit sich ins Gericht? Ich ehrlich gesagt nicht, denn ich fürchte mich vor dem, was bei dem Gericht offenbart werden könnte. Ich hätte Angst davor. Wenn dann sollte schon jemand anderes mit mir ins Gericht gehen, aber selbst davor hätte ich wahrscheinlich Hemmungen - und ich würde niemals ich selbst sein, weil die Schauspielerei doch einiges mit sich zieht. Man ist nicht oft man selbst, denn man baut sich selbst Mauern auf - Schutzwälle, die andere davon abhalten sollen, zu tief zu gehen und in dich selbst zu sehen. Jeder baut die Mauern auf, bei manchen sind sie nur einfach viel zu niedrig und man kann sie leicht einreissen und tief in den Menschen blicken. Es ist natürlich eine feine Sache, wenn man bei Menschen tief blicken kann, dies erfordert aber die Geduld und vor allem Ehrlichkeit, es dem Menschen auch zu sagen. Ich blicke oft gerne in Menschen hinein um mich an ihrem Innenleben zu erfreuen...in mich lasse ich nur wenige, denn meine Mauern sind zu hoch um von jedem eingerissen zu werden. Es gibt vereinzelt Wege, die manche als "tief drin" bezeichnen, aber sie führen in die Irre und zeigen nur einen Spiegel der eigenen Seele und dessen, was man sehen will auf. Und genau dann, wenn sie das sehen, was sie sehen wollen, dann sind sie befriedigt und vor allem denken sie, das sie dich durchschaut hätten. In Wahrheit aber hast du sie durchschaut und wartest auf den Moment, in dem sie wieder einmal versuchen, in deine Gedanken einzudringen und blockst ab und schießt zurück. Jeder wird erschrocken sein und dann sehen sie irgendwann, das du nichts anderes bist, wie sie - Ein Wolf! Jemand, der lange zusieht und dann plötzlich unerwartet zuschnappt.

Wir könnten die Sterne erobern - wenn wir nicht so unterschiedlich wären!
Aber wir sind unterschiedlich - jeder einzelne von uns ist Individualist. Einige von uns sind zwar mehr unterschiedlich oder mehr gleich, aber der große Teil der Masse bewegt sich einzeln durch den Hauptfilm namens Leben. Ein jeder zieht eine weitere Meute hinter sich her - Menschen die so sein wollen wie Du! Menschen die versuchen deinen Lebenssaft auszusaugen und sich einen Dreck drum scheren, wie es Dir eigentlich geht. Und es interessiert sie wirklich nur einen Scheißdreck! Sie fragen zwar nach: Wie geht es...Alles in Ordnung bei Dir? Aber in Wirklichkeit denken sie nur darüber nach, wie sie dir den nächsten Schaden zufügen können...wie sie zum Wolf werden können! Und wenn du nicht vor ihnen zum Wolf wirst, dann zerreissen sie dich! Der Kreislauf des Lebens - dieses Lebens!

Du Siehst...wir könnten die Sterne erobern - jeden einzelnen, der dort außen am Himmel steht. Jeder dieser Himmelskörper der eine einzelne Geschichte mit sich zieht, die er in den Himmel schreibt....wir könnten sie alle erobern, wenn wir nicht so egoistisch gegenüber der Welt wären! Es kommt irgendwann der Punkt, an dem man an seinen eigenen Vorteil denken muß, denn sonst verliert man sich in dieser Welt und wird ein Teil der Masse, die einem anderen hinterherrennt. Und das ist es, was alle dort außen wollen - man soll zu einem Teil dieser hysterischen Masse werden ohne nachzudenken, was morgen kommt. Heute hören wir die Versprechungen von all diesen großen Leuten, die über uns stehen und sich Regierungen nennen. Sie alle haben das Leben verlernt und sind nicht jeden Tag den Dingen ausgesetzt, denen wir ausgesetzt sind! Sie werden nie die Armut oder den Hass der Bevölkerung erleben bevor sie nicht selbst ein Teil von uns werden. Wir, die wir an der unteren Schicht der Bevölkerung stehen, am Rande des Abgrundes, jeder Tag könnte der letzte sein, wir sind das Volk, das ihnen immer weiter blindlings vertraut und jeden Tag mehr und mehr auf korrupte Lügen hereinfallen. Wir sind das Volk. Gespalten durch die Politikerm die uns Hoffnung und Neubeginne versprechen.

Wir könnten die Sterne erobern. Doch wir wollen es nicht!